Fukushima: Wieder Probleme bei der Kühlung der havarierten Anlage!!

Reaktor 3 in Fukushima: Stromausfall in der Atomruine

Reaktor 3 in Fukushima: Stromausfall in der Atomruine

Tokio – Nach einem Stromausfall im havarierten Atomkraftwerk Fukushima haben Reparaturtrupps am Dienstag mit Hochdruck am Wiederanfahren der Kühlsysteme gearbeitet. Betroffen sind die Abklingbecken der Reaktoren 1, 3 und 4 sowie ein weiteres Abklingbecken. Noch sei das Wasser in den Becken allerdings “ausreichend kühl”, gab der Betreiber Tepco bekannt.
Sorge bereitet den Hilfskräften vor allem das Becken des Reaktors 4, da dort viel mehr Brennstäbe liegen als in den anderen. Das Dach des Beckens im Reaktor 4 war bei dem Erdbeben und Tsunami vor zwei Jahren durch eine Explosion zerstört worden. Der Reaktor selbst war zum Zeitpunkt des Tsunamis abgeschaltet. Die Wiederherstellung des Kühlsystems für das Becken des Reaktors 4 habe “höchste Priorität”, hieß es.

Tepco versucht, die Temperatur in den betroffenen Becken weiter unter der Sicherheitsgrenze von 65 Grad zu halten. Der Firma blieben noch vier Tage Zeit, um den Schaden in Reaktor 4 zu beheben, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. So lange würde es noch dauern, bis die Temperatur einen kritischen Wert erreicht. In den Reaktoren 1 und 3 blieben dem Betreiber noch mindestens zwei Wochen.

Um 10 Uhr vormittags (Ortszeit) habe die Temperatur im Becken des Reaktors 4 bei etwa 30,5 Grad gelegen, berichtet die Agentur Jiji Press. Im Becken des Reaktors 1 liege sie bei 17,1 Grad, im Becken des Reaktors 3 bei 15,9 Grad, in einem weiteren Becken bei 28,6 Grad.

Wie lange es dauert, bis die Kühlsysteme wieder einsatzbereit sind, sei noch nicht abzuschätzen, hieß es. Tepco versuche aber, dies noch im Laufe des Tages zu erreichen. Sollte sich das Wasser so weit erwärmen, dass es zu verdampfen beginne, sei man darauf vorbereitet, Wasser zur Kühlung in die Abklingbecken zu führen, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Sprecher von Tepco.

Als Ursache für den Stromausfall vom Vorabend wird ein Problem an einer Schaltanlage vermutet, berichteten japanische Medien. Insgesamt seien durch den Stromausfall neun Anlagen in der Atomruine betroffenen.

Immerhin: Die Zufuhr von Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren Nummer 1 bis 3 sei nicht beeinträchtigt, berichteten japanische Medien unter Berufung auf Tepco. In diesen Reaktoren war es in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen.

Quelle: spiegel-online.de, 19.03.2013, ssu/AFP/dpa

Der Gründer des “Komitee Kinder von Tschernobyl” in Lindau ist tot

Jerry01Jürgen „Jerry“ Erbrich hat mit seinem Verein mehrfach medizinische Hilfe und Ferienlager organisiert

Lindau (lz) – Als 1986 der Reaktor von Tschernobyl explodiert war, ist er einer derjenigen gewesen, die nicht nur geschockt in die Ukraine geschaut haben. Der Lindauer Jürgen Erbrich hat mit Freunden und seiner Frau Birgitt den Verein „Kinder von Tschernobyl“ gegründet – er wollte helfen. Jahrelang holte der Verein die von den Folgen des Reaktorunglücks schwer betroffenen Buben und Mädchen nach Lindau, damit sie sich hier erholen konnten. Jürgen Erbrich ist jetzt im Alter von 69 Jahren gestorben.

Der gemeinnützige Verein machte es sich zur Aufgabe, insbesondere den Kindern von Druschnij zu helfen, einer Retortensiedlung, die nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eilig aus dem Boden gestampft worden war. Diese Kinder waren unmittelbar von der Katastrophe betroffen, zusammen mit ihren Familien nach Weißrussland umgesiedelt worden und litten unter den gesundheitlichen und strukturellen Folgen der Strahlenbelastung.

Erbrich kümmerte sich unbürokratisch um Hilfe. Jahrelang gingen medizinische Hilfstransporte nach Druschnij. Mehrfach kamen strahlenkranke Kinder, um auf dem Zeltplatz Sauters unbeschwerte Ferien zu erleben, ihr Immunsystem aufzubessern und so die Strahlenfolgen zu mildern. Über Jahre hinweg sammelte der Verein unter Erbrichs Federführung Geld- und Sachspenden für den guten Zweck. So schaffte der Lindauer auch ein Stück Völkerverständigung, denn es wuchsen neue familiäre Verbindungen zwischen Lindauer und weissrussischen Familien.

Nach fast 20 Jahren Hilfe für behinderte und kranke Kinder in Weißrussland löste sich der Verein 2008 auf. „Die Gefahr der Atomkraft und die Strahlenfolgen waren in der Öffentlichkeit kein Thema mehr. Außerdem wurde es auch aus politischen Gründen ständig schwieriger, die Hilfe ins Land zu bringen“, so Christian Schabronath, vor fünf Jahren Vorsitzender des Vereins.

„Jerry hat uns immer motiviert. Selten habe ich jemanden erlebt, der so konsequent und ausdauernd engagiert war. Seine Hilfsbereitschaft war uns immer Ansporn. Trotz aller Widerstände und Dispute in der nicht immer einfachen Vereinsarbeit stand für Jerry immer das Wesentliche im Vordergrund – das Wohl unserer Freunde aus Druschnij.“

Quelle: LZ vom 31.01.2013

2013-01-30 Jerry-Familie

LZ 30.01.2013

SZ 31.01.2013

LZ 31.01.2013

Russland: Laufzeitverlängerung für Tschernobyl-Typen

AKW Smolensk / Russland; Bild: google

AKW Smolensk / Russland; Bild: google

Die Betriebzeit des russischen Atomkraftwerks Smolensk-1 ist um zehn Jahre verlängert worden. Bis Ende 2022 darf der Meiler vom Tschernobyl-Typ noch Strom produzieren.

Die föderale russische Sicherheitsbehörde Rostechnadsor (Fsetan) hat der Kernkraftwerkseinheit Smolensk-1 eine Laufzeitverlängerung von zehn Jahren zugebilligt.

Smolensk-1 nahm den Betrieb 1982 auf, schreibt die Schweizer Webseite Nuklearforum. Mit der nun gewährten Laufzeitverlängerung könne die Einheit bis 2022 am Netz bleiben. Der Betreiber Rosatom beruft sich auf “Nachrüstungen”, die 2012 durchgeführt worden seien.

Am Standort befinden sich drei Reaktoren vom Typ “RBMK-1000″, die Blöcke Smolensk 1 und Smolensk 2 gehören zur zweiten Generation von RBMK, der dritte gehört zur dritten RBMK-Generation. Es handelt sich um “Doppelblock-Anlagen”, es teilen sich dabei zwei Reaktoren ein Gebäude, doch nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde der Bau des 4. Blocks im Sommer 1986 gestoppt. In Tschernobyl war Block 4 – ein RBMK-Reaktor der zweiten Generation – am 26. April 1986 explodiert.

RBMK sind graphitmoderierte Siedewasserreaktoren sowjetischer Bauart. Sie setzen während des Normalbetriebs verglichen mit anderen Konstruktionen wesentlich mehr Radioaktivität frei. Die Emissionen betragen bis zu 2,0 mSv pro Jahr. Ein durchschnittliches westliches Kernkraftwerk gibt pro Jahr eine Strahlendosis von 0,001 mSv bis 0,01 mSv an die Umgebung ab. Aufgrund des hohen Kühlwasserbedarfs von RBMK und der hohen radioaktiven Emissionen im Normalbetrieb wurde ein künstlicher See von 42 Quadratkilometer angelegt. Der Reaktor hat kein Containment, das bei einem Unfall vor dem Austritt von Radioaktivität schützen soll. Der Reaktor enthält viel Graphit. Dieses ist leicht brennbar und schwer zu löschen, es fehlt ein echtes Schnellabschaltsystem. Perspektivisch gibt es bisher keine Lösung für den Rückbau und die Endlagerung des radioaktiven Graphitkerns.

Atomkraftgegner betrachten einen Weiterbetireb dieser Hoch-Risikoanlagen schlicht für “Wahnsinn”.

Geplant ist, die drei RBMK-1000-Blöcke von Smolensk in Zukunft zu ersetzen. Eine grundsätzliche Einigung über die sogenannte Phase 2 sei erreicht, meldete die Rosatom in einer Medienmitteilung Ende Dezember 2012. Geplant sind vier Reaktoren vom Typ WWER-1200/491 in Bauform des AES-2006. Wann der Bau beginnen soll, ist aber noch nicht sicher.

Quellen: contratom / Bild: google

Strahlung in Garching am Limit

Garchinger Forschungsreaktor wegen zu hoher Emissionen abgeschaltet

München, 21. Dezember 2012
garching Am 9. November 2012 wurde die Arbeit am Forschungsreaktor FRM II in Garching überraschend eingestellt, der Reaktor vorzeitig abgeschaltet und alle Experimente bis zum Jahresende abgesagt. Grund hierfür waren extrem hohe Abgaben des radioaktiven Isotops C-14 in die Luft.

Laut Angaben der Betreiber waren die Jahres-Genehmigungswerte bereits zu 95 Prozent ausgeschöpft. “Es ist ein Skandal, dass die Bevölkerung darüber nicht informiert wurde”, kommentiert Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München. “Man muss schon sehr genau suchen, um die gut versteckten Meldungen auf der Homepage des FRM II zu finden”, so Hacker.

Karin Wurzbacher, Physikerin im Umweltinstitut München, bemerkt: “Mir ist bisher kein einziger Fall untergekommen, bei dem ein Reaktor wegen Ausschöpfung der genehmigten Abgaben für radioaktive Stoffe abgeschaltet werden musste. Normalerweise sind die Genehmigungswerte der Atommeiler so hoch gehalten, dass die tatsächlichen Emissionen nur etwa 10 Prozent davon betragen”.

Inzwischen ist der FRM-II wieder in Betrieb, verschiedene Stellen hätten die Genehmigung dazu erteilt. Offenbar sollen in den letzten Wochen des Jahres auch noch die restlichen fünf Prozent ausgeschöpft werden – zu Lasten der Anwohner. Die Tatsache, dass die C-14 Abgaben in den letzten Jahren ständig angestiegen sind und der Reaktor trotz der unerwartet hohen Abgaben von C-14 wieder angefahren wurde, lässt uns doch an der Zuverlässigkeit der Technischen Universität als Reaktorbetreiber zweifeln.

Das Umweltinstitut München fordert, dass die Ursache der hohen Emissionen umgehend aufgeklärt und der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Darüber hinaus fordert das Umweltinstitut München zum Schutz der Bevölkerung regelmäßige Betreiber-unabhängige Messungen.

AKW Beznau (Schweiz): Schnellabschaltung im Block 2

Das Schweizer Akw Beznau ist das älteste in Betrieb befindliche Kraftwerk der Welt. © AP, Winfried Rothermel / dapd

Beznau (CH) – Im Block 2 des Atomkraftwerks Beznau im Kanton Aargau, rund 150 Kilometer vom Bodensee entfernt, ist es Heute (Mittwoch, 21.11.2012) zu einer Schnellabschaltung gekommen.

Auslöser der Abschaltung war eine Störung bei der Bespeisung des Dampferzeugers. Dieser befindet sich im nichtnuklearen Teil des Akw.

Betreiber: Sicherheit gewährleistet
Bei der Schnellabschaltung um 14.30 Uhr funktionierten alle Systeme einwandfrei, wie der Energiekonzern Axpo, Betreiber des Akw Beznau, mitteilte. Die Sicherheit der Anlage sei stets gewährleistet gewesen.

Fehler wird lokalisiert
Beim Abschalten sei aus dem nichtnuklearen Teil Dampf abgegeben worden. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) wurde über den Vorfall informiert. Nun muss der Fehler lokalisiert und behoben werden.

Nicht die erste Panne in jüngster Zeit
Bereits im März diesen Jahres stand der Reaktorblock 2 nach einer Panne still. Grund dafür war eine Störung an einer der beiden Reaktorhauptpumpen, teilte die Betreiberfirma Axpo zum damaligen Zeitpunkt mit. Beim Herunterfahren des Kraftwerks sei aus dem nichtnuklearen Anlagenteil Dampf abgelassen worden.

Ältestes Kraftwerk der Welt
Das Akw Beznau läuft seit 1969 und ist – nachdem ein noch älteres in England abgeschaltet wurde – das älteste in Betrieb stehende Kernkraftwerk der Welt.

Quellen: APA, VOL

AKW Stresstests: Testverfahren ungenügend, Ergebnisse trotzdem vernichtend

München, 5. Oktober 2012
Mit Veröffentlichung der Ergebnisse aus den EU-Stresstests für Atomkraftwerke wird klar: Ein Unfall wie in Fukushima kann jederzeit auch bei uns passieren. Ziel von EU-Kommissar Oettinger war vermutlich nicht, eine Offenbarung der gravierenden Mängel zu präsentieren. Was jetzt vorliegt, ist deshalb alles andere als beruhigend und bestätigt unsere Forderung nach einem Komplett-Ausstieg aus der Atomkraft.

“100-prozentig sichere AKWs gibt es nicht, deshalb sind die Ergebnisse der Stresstests keine wirkliche Überraschung “, kommentiert Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München. “Dass die Mängelliste aber so drastisch ausfällt, überrascht schon und lässt in Abgründe blicken” ergänzt Hacker. Da die Studie im Wesentlichen auf Angaben der Betreiber basiert und nur wenige Anlagen direkt in Augenschein genommen werden konnten, kann von einer unabhängigen und vollständigen Bewertung keine Rede sein. Dass wesentliche Szenarien wie z. B. Terrorangriffe oder Flugzeugabstürze gar nicht betrachtet wurden, lässt ahnen, wie marode die Meiler wirklich sind.

Ein Beweis dafür ist, dass z.B. die belgischen AKWs Doel und Tihange relativ gut abschneiden, die aber kürzlich wegen tausenden Rissen im Reaktorblock vorsorglich abgeschaltet wurden. Kein Wunder, denn auf Risse wurde nicht getestet. Dass Meiler aus Slowenien, Ungarn oder gar Litauen am Besten abschneiden, verblüfft besonders: Die litauischen AKWs Ignalina sind Typ-ähnlich wie die Tschernobyl-Reaktoren und sind beide schon vor mehreren Jahren dauerhaft vom Netz genommen worden.

Besonders beängstigend sind die Ergebnisse für zwei finnische Meiler in Olkiluoto und zwei schwedische in Forsmark: Dort wäre bei einem Stromausfall die Kühlung längstens für eine Stunde gewährleistet, eine Kernschmelze mit all ihren dramatischen Auswirkungen wäre höchstwahrscheinlich die Folge. Auch Frankreich mit seinen 58 Reaktoren schneidet erwartungsgemäß schlecht ab, insbesondere beim Erdbebenschutz.

Für die deutschen AKWs sind Mängel aufgelistet, die bereits vor einem Jahr von der Reaktorsicherheitskommission beanstandet wurden. So fehlen Erdbebenwarnsysteme und Hochwasserschutz sowie Leitlinien für schwere Unfälle. Nichts Neues also, Nachrüstungen seither: Fehlanzeige. Die beschwichtigende Botschaft von Energiekommissar Oettinger: Kein Meiler müsse aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Und Bundesumweltminister Altmaier kündigt gar an, dass der Umfang der Nachrüstungen für deutsche AKWs von der Restlaufzeit der einzelnen Anlagen abhänge.

Dies kritisiert Harald Nestler, Vorstand im Umweltinstitut München, auf´s Schärfste: “Es kann doch nicht sein, dass gerade die älteren und riskanten Meiler ohne weitere Verbesserung ihre Zeit absitzen dürfen und wir mit dem Risiko einer Katastrophe leben müssen. Gerade diese Meiler müssen sofort vom Netz”, so Nestler. Der vorgelegte Stresstest ist alles andere als eine vollständige Bestandsaufnahme der AKW-Sicherheit.

Das Umweltinstitut München fordert deshalb, den Atomausstieg zu beschleunigen und umgehend alle unsicheren Meiler in der EU stillzulegen.

Verletzte bei Zwischenfall in AKW Fessenheim im Elsass

Bei einem Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze sind zwei Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Akw-Betreibers EDF erlitten die beiden Mitarbeiter leichte Verbrennungen, als Dampf austrat. Die Feuerwehr war mit dutzenden Einsatzkräften vor Ort.

“Es handelt sich nicht um einen Brand, es ist ein kleines Problem”, erklärte EDF. Der Unfall habe sich nicht im Reaktorgebäude, sondern in einem Nebengebäude bei Wartungsarbeiten ereignet. Die beiden Verletzten seien “durch ihre Handschuhe hindurch” verletzt worden. Durch den Austritt des Dampfes sei vermutlich die Löschanlage aktiviert worden. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort.

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Atommüll on Tour – Aktion 30.06.2012 in Lindau

Aktion des Vereins FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. www.atommuell-lager.de

Weltweit gibt es noch kein einziges Endlager für hochradioaktiven Müll.
Der Standort in Gorleben wurde nach politischen und nicht geologischen Kriterien ausgewählt und ist ziemlich sicher nicht geeignet für die Lagerung des brandgefährlichen Mülls aus den deutschen Atomkraftwerken. Denn dieser muss für 1 Million Jahre irgendwo sicher Endgelagert werden. Wir alle sind Betroffene, sowie unser Kinder und Kindes Kinder, auf viele Generationen hinaus.
Wir haben uns nun entschlossen alle interessierten Menschen dazu aufzurufen die Politik und die Wissenschaft bei der Suche nach einem geeigneten Endlagerstandort zu unterstützen und selber nach einem politisch und geologisch geeigneten Endlagerstandort zu suchen.

Werdet aktiv!!!

Dazu bitten wir Euch, Euch in Gruppen zu je fünf Personen zusammenzuschließen, Euch ein Bayern- Schönes Wochenend- Ticket zu kaufen und Euch, ausgerüstet mit Atommüllfässchen auf die Suche zu machen. Fragt die Menschen im Zug welchen Standort sie für geeignet halten, und erklärt ihnen warum es so wichtig ist den Müll sicher zu verwahren, oder warum es vielleicht besser wäre diesen Müll erst gar nicht zu produzieren.

„Was Du heut` nicht kannst entsorgen, produziere auch nicht morgen“

Bei Demos sind wir eher unter uns, und wir versuchen unsere Botschaft über die Medien an die Menschen heranzutragen, bei „Atommüll on Tour“ können wir einzelne Menschen ansprechen, und wir erleben es immer wieder, dass wir im Zug mit Menschen interessante Gespräche führen konnten, die sich bis dahin noch überhaupt nicht mit diesem Problem auseinandergesetzt hatten. Im Zug herrscht auch eine ganz andere Atmosphäre wie z.B. an einem Infostand. Und wenn ihr keine Lust habt Leute anzusprechen, erregt ihr mit den Atommüllfässern auch so Aufmerksamkeit und regt damit das Nachdenken an.
Glaubt uns, das wird Euch sehr viel Spaß machen!
Dieses Jahr machen wir die Tour zum dritten Mal, und so wie es aussieht, machen diesmal noch mehr Gruppen mit. Zur Abwechslung haben wir uns gedacht, dass wir nicht zu unterschiedlichen Zielen fahren, wir schlagen vor, dass wir uns am Samstag den 30. Juni bis 13.00 Uhr in Lindau treffen. Umweltschützer aus Lindau werden uns empfangen und mit Infostand und anderen Aktionen auf die Atommüllproblematik aufmerksam machen.
Meldet Euch bitte bei uns ( tour@anti-akw.de ), wenn Ihr eine Gruppe zusammen habt und kommt oder wenn Ihr Fragen habt. Schickt auch Bilder und Berichte Eurer Fahrt an diese Mailadresse. Bilder und Berichte werden dann auf der Forumsseite (www.atommuell-lager.de) veröffentlicht.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Euch
Wolfgang und Thomas

Information des Veranstalter – Teams:
Bitte denkt daran, es wäre schön wenn Ihr Euch bei tour@anti-akw.de anmeldet.
Einzelpersonen können sich Nachbargruppen anschließen, bitte meldet Euch, wir vermitteln.

die Gruppen sollen bis 13.00 Uhr am Bahnhof Lindau eintreffen. Von allen Richtungen
ist Lindau von 12.00 bis 13.00 Uhr erreichbar, bitte plant Eure Fahrt entsprechend.

Es wird einen Infostand durch die Lindauer Gruppen am Inselrathaus geben.

Materialien-Infos:
Vergissmeinnicht-Samen gibt es bei Rieger-Hofmann in Blaufelden,
www.rieger-hofmann.de Tel. 07952-5682

Gorleben-Salz hat Thomas schon etwas verteilt, bei Bedarf bitte bei Thomas melden.

Kleinere Atommüll-Fassattrappen zum Umhängen (siehe Bilder) sind noch einige Vorhanden.
Bei Bedarf bitte melden, wir vermitteln.

Bei www.ausgestrahlt.de gibt es Luftballone, Klebebänder, Bonbons und vieles mehr. Damit können Dosen aller Größen beklebt werden, sowie Bälle aus Luftballonen gefertigt werden.

Wünschen Euch viel Spaß bei den Vorbereitungen, sowie eine erlebnisreiche Lindau-Fahrt.

Wolfgang     
Thomas     

Atomkraftwerk Biblis soll abgerissen werden

Das Atomkraftwerk Biblis soll verschwinden: Der Energiekonzern RWE will den Abbau der stillgelegten Reaktoren beantragen. Damit scheint eine Versiegelung des AKW vom Tisch.

AKW Biblis. Quelle: dpa

Biblis – Das stillgelegte Atomkraftwerk im südhessischen Biblis soll abgerissen werden. Vorprüfungen hätten ergeben, dass dieser Schritt einem sicheren Einschluss, auch Versiegelung genannt, vorzuziehen sei, teilte der Betreiber RWE am Freitag mit. Das Unternehmen kündigte an, bei der hessischen Genehmigungsbehörde den Abbau der Anlage zu beantragen. Die beiden Atomreaktoren Biblis A und B, 1974 und 1976 errichtet, waren im vergangenen Jahr nach dem Beschluss zum Atomausstieg endgültig vom Netz gegangen.

Der Antrag soll in der zweiten Jahreshälfte eingereicht werden. Eine abschließende Entscheidung über die tatsächliche Stilllegung könne es allerdings erst nach der Genehmigung geben, die “mehrere Jahre” in Anspruch nehmen werde. Unabhängig von dem Antrag will RWE aber weiterhin die Rechtmäßigkeit der gesetzlich angeordneten Stilllegung des Atomkraftwerks prüfen lassen.

Nach früheren Prognosen könnte der von allen Landtagsparteien geforderte Rückbau 2016 beginnen. Das hessische Umweltministerium begrüßte die Ankündigung des Betreibers. “Dass RWE dem direkten Abbau den Vorzug gegenüber dem sicheren Einschluss gibt, ist ein wichtiges Signal”, erklärte Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU). Das Genehmigungsverfahren für den Rückbau des Atomkraftwerks werde voraussichtlich mehrere Jahre dauern.

Das AKW Biblis, das über zwei Reaktorblöcke verfügt, galt als eines der unsichersten Atomkraftwerke Deutschlands. In einem im Mai 2011 veröffentlichten Bericht der Reaktorsicherheitskommission hieß es etwa, Biblis A und B hätten keinen “nachgewiesenen baulichen Schutz” vor Flugzeugabstürzen. Auch in der Pannenstatistik des Bundesumweltministeriums tauchten die Biblis-Reaktoren weit vorn auf. Zuvor hatte ein ehemals in dem AKW beschäftigter Techniker über teils chaotische Zustände berichtet.

Quelle: spiegel.de, 11.05.2012